Kein Gott! Kein Staat! Kein Patriarchat! Abtreibung und Reproduktionsmedizin – aus aktueller Bewegungsperspektive. Input und Diskussion mit Alek Ommert und Malaika Rödel

Wir laden ein zur Diskussion mit Alek Ommert und Malaika Rödel über aktuelle Bewegungsperspektiven auf den Themenkomplex Abtreibung und Reproduktionsmedizin.

Am Freitag, den 22.08.2014, um 20 Uhr,  in der Kriegstr. 12 in 60326 Frankfurt

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Der Kampf um ein Recht auf Abtreibung und die Forderung „Mein Bauch gehört mir!“ gehörte zu den zentralen Startpunkten der zweiten Frauenbewegung. 40 Jahre später gibt es in der BRD immer noch kein Recht auf Abtreibung, wenn auch eine für die meisten Frauen akzeptable Lösung mit Beratungsregelung. Wie umstritten Abtreibung weiterhin ist, demonstrieren aktuell in peinlicher Deutlichkeit christlich-konservative Bündnisse wie die „Tausend-Kreuze Märsche für das Leben“ in deutschen Großstätten: Selbsternannte Lebensschützer_innen mobilisieren gegen Verhütungsmittel, gegen Abtreibungen, und für patriarchale Familienverhältnisse. Diese reaktionären Auftritte bleiben nicht unbeantwortet: queer-feministische Initiativen organisieren lauten, glitzernden und beharrlichen Widerstand und bestehen grundsätzlich auf dem Selbstbestimmungsrecht – bezüglich der Sexualität wie der Lebensplanung.

Eben dieses Selbstbestimmungsrecht der Frau taucht auch in Diskussionen um die neuen Reproduktionstechnologien auf – hier nun plötzlich in ganz anderer Konstellation.

Die Veranstaltung will die aktuellen Konflikte mit historischen Perspektiven der Frauenbewegung auf Abtreibung verbinden. Welche queer-feministischen Positionen zur geltenden Abtreibungsregel oder zu Reproduktionstechnologien führen weiter und wie ist sich auch praktisch politisch gegen Großaufmärsche wie den Marsch für das Leben zu stellen? Nach zwei kurzen Inputs geht es in der Veranstaltung vor allem um die gemeinsame Diskussion.

 

Alek Ommert promoviert am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) der Technischen Universität Berlin

Malaika Rödel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt/M.

 

Nach der Diskussionsveranstaltung laden wir zu einem queerfeministischen Barabend mit Cunttails ein!

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